Klarheit am Horizont: „Wetter-Wette kein verbotenes Glücksspiel“

BVG schafft mit Urteil Rechtssicherheit

15.07.2014


Klarheit am Horizont: „Wetter-Wette kein verbotenes Glücksspiel“
© Imcreator / kennymatic

Lange Zeit herrschte juristische Unklarheit, nun urteilte das Bundesverwaltungsgericht nach einem über mehrere Jahre andauernden Rechtsstreit.

Eine Werbeaktion mit einer „Wette aufs Wetter“ ist nach aktueller Rechtsprechung noch kein öffentliches Glücksspiel und somit für jeden Marketer ein legales Marketingtool zur Umsatzsteigerung.

Einzelhändler wie Möbelhäuser, Küchenstudios und Elektronikmärkte greifen seit Jahren vermehrt und variantenreich auf die Mechanik der sog. Conditional Rebate zurück. Dies bedeutet: Tritt zu einem bestimmten Zeitpunkt ein vorab festgelegtes Ereignis ein, erhalten Kunden einen Rabatt auf die vorher eingekaufte Ware, bis zu 100%. Sinnvoll ist dies bei gleichzeitiger finanzieller Absicherung des Gewinnfalls um vorab die fixen Kosten der Aktion zu kennen.

Für die Marketer bedeutet das Urteil zunächst eins: Rechtssicherheit. Lange war über die Rechtsnatur dieser Promotionsform gestritten worden, lange mussten alle Beteiligten auf eine Klärung der Sachlage warten. Trotzt der Unsicherheit jedoch, etablierten  sich Wetten (egal ob auf Schneefall, Regenmengen, bestimmte Temperaturwerte oder das Ergebnis von Sportereignissen wie die Fußball-Weltmeisterschaft) aufgrund ihrer positiven Wirkung fest als Marketingwerkzeug  und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Bei der beabsichtigten Aktion eines Möbelhauses sollte jeder Kunde, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums für mindestens 100 Euro einkauft, den Kaufpreis erstattet bekommen, wenn an einem Stichtag zwischen 12 und 13 Uhr am Flughafen Stuttgart mindestens eine Niederschlagsmenge von drei Litern pro Quadratmeter gemessen wird.

Die geplante Wette auf den Regen war vom Regierungspräsidium Karlsruhe und der Regierung der Oberpfalz als erlaubnispflichtiges Glücksspiel im Sinne des Glücksspielstaatsvertrages eingestuft und unterbunden worden. Das Bundesverwaltungsgericht wies dies nun zurück. Die Richter in Leipzig entschieden in einem im Juli veröffentlichten Urteil, dass die vom Möbelhaus geplante Werbeaktion unter dem Motto „Sie bekommen den Kaufpreis zurück, wenn es am ... regnet“ kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielstaatsvertrages ist (Urt. v. 09.07.2014, Az. BVerwG 8 C 7.13).

„Hier zahlten die Kunden nicht für den Erwerb einer Gewinnchance, sondern es handele sich um den Kaufpreis für die zu erwerbende Ware“, erklärte das Gericht. Die Bundesrichter betonten weiter, dass die Kunden die Waren zu marktgerechten Preisen erwerben und Preisvergleiche anstellen können. Außerdem bestehe kein Verlustrisiko, da die Kunden die gekaufte Ware auch unabhängig von der Wetterlage behalten könnten.

Wichtig ist, dass  der Verkaufspreis während der Aktion nicht erhöht wird, so dass von den Kunden auch kein „verdecktes“ Entgelt für ein Gewinnspiel verlangt wird.

Das sagen unsere Kunden über die SPS-Gewinnspiel-Absicherungen ...

Thomas Bergmann, Managing Director, Häberlein & Mauerer AG:

„Erst durch die Absicherung einer hohen Gewinnsumme von SPS konnte aus einer verrückten Idee eine Veranstaltung umgesetzt werden, bei der das Medien-Echo all unsere Erwartungen übertroffen hat.“

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